Alles lügt. Aber schön. – Prompts aus der Dunkelkammer.
Mit der Fotografie ist das so eine Sache. Damals hatten Maler Angst vor der Daguerreotypie, heute haben Fotografen Angst vor Textzeilen. Wir leben in spannenden Zeiten: Das Bild ist nicht mehr Beweis, sondern eine statistische Wahrscheinlichkeit, die mit jedem Tag besser aussieht.
Dieser Blog ist der Versuch, in diesem Chaos nicht völlig den Verstand zu verlieren. Ich bin kein Tech-Guru, der jeden KI-Hype als Erleuchtung feiert, aber auch kein Amish, der Digitales für Teufelszeug hält. Ich habe mein ganzes Leben mit Fotografie zu tun – nicht als Fotograf – und habe es dennoch aus Gründen studiert. Ich halte das Analoge für einfach, das Synthetische für kompliziert – und umgekehrt.
Wer behauptet, genau zu wissen, wo die Reise hingeht, lügt oder verkauft Workshops. Ich sortiere hier nur meine Beobachtungen, steile Thesen und gelegentlich ein Zitat von Roland Barthes – auch damit wir uns vor Wäscherei-Lieferwagen in Acht nehmen. Es geht um den Spaß am Sehen, auch wenn die Maschine uns dabei immer öfter auf die Finger haut ("Camera says no").
Noch einmal davongekommen in Frankfurt
Bücher sind etwas besonderes, sie sind nicht so flüchtig wie das digitale. Wieder ein eigenes Buch in den Händen zu halten ist daher ein doppelt gutes Gefühl.
Über das Blitzlicht
Ich wurde gebeten, mich nicht nur mit lange verstorbenen Fotografen und von Milchwagen überfahrenen französischen Philosophen zu beschäftigen. Daher heute mal was praktisches, über meinen alten Freund, den Blitz.
Das Problem mit der Fotografie
Das Problem der Fotografie liegt im Detail - und warum s/w auch nur eine Variante der Unschärfe ist.
Das ist nicht gut für Dich
Die freie und in vielerlei Hinsicht respektlose Presse ist – Überraschung - eine deutsche Erfindung. Genauer: eine Berliner Erfindung. Die Berliner Illustrirte Zeitung (BIZ) war das Instatok der Zwischenkriegszeit, sie entwickelte den Bildjournalismus wie auch die Montage zu einer Kunstform. Mit einer verkauften Auflage von regelmäßig über einer Million Exemplaren war die BIZ darüber hinaus das reichweitenstärkste Medium der jungen Republik trug somit maßgeblich zur Entwicklung aller Bildmedien der Zeit bei.
Die Leiche bitte 40m nach rechts
Die Fotografie ist ein besonders charmanter Lügner, dem man gern auch groteske Retuschen abkauft. In ihren Anfängen war die Fotografie da deutlich bescheidener - und robuster. Ein kleiner Ausflug in die Anfänge der Bildmanipulation.
Das Ende ist nah
Mit der Fotografie ist das so eine Sache: Sie ist am Ende. Tot. Mausetot.
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Mit der Fotografie ist das ja bekanntlich so eine Sache: man weiss weder wo noch wie das endet. Daher gibt es hier ab sofort eine ausgesprochen praktische Philosophie der Fotografie. Mal sehen, wohin uns das noch führt.